Grundsteuer München 2026: Hebesatz B 824 % & Rechner
Grundsteuer-B-Hebesatz in München (Bayern) 2026: 824 % — festgelegt in der Hebesatzsatzung der Stadt.
Stand: Juli 2026 · Daten gepflegt von Tino Dagba
München in Bayern (1,488,000 Einwohner) erhebt die Grundsteuer B seit der Reform 2025 mit einem Hebesatz von 824 %. Die Grundsteuer B betrifft bebaute und bebaubare Grundstücke und wird jährlich von der Gemeinde München erhoben — den Hebesatz legt der Gemeinderat in der Hebesatzsatzung selbst fest.
So wird die Grundsteuer in München berechnet
Seit 2025 gilt die zweistufige Formel: Grundsteuerwert × Steuermesszahl = Grundsteuermessbetrag, anschließend Grundsteuermessbetrag × Hebesatz = jährliche Grundsteuer. Die Steuermesszahl liegt im Bundesmodell bei rund 0,031 % für Wohngrundstücke; einige Bundesländer nutzen ein eigenes Landesmodell mit abweichenden Werten. Deinen individuellen Grundsteuermessbetrag entnimmst du dem Grundsteuermessbescheid des Finanzamts.
Grundsteuer in München nach Messbetrag
Was der Hebesatz von 824 % bei verschiedenen Messbeträgen jährlich bedeutet — und umgerechnet pro Monat:
| Messbetrag | Grundsteuer / Jahr | pro Monat |
|---|---|---|
| 50 € | 412 € | 34 € |
| 100 € | 824 € | 69 € |
| 200 € | 1,648 € | 137 € |
| 400 € | 3,296 € | 275 € |
Im Grundsteuer-Rechner ist der Hebesatz von 824 % bereits voreingestellt — du trägst nur deinen Messbetrag ein. Alle Städte in Bayern im Vergleich: Bundesland-Übersicht Bayern.
Was den Messbetrag bestimmt
Der Grundsteuerwert — und damit der Messbetrag — hängt vor allem von Grundstücksfläche, Bodenrichtwert (Lage), Gebäudeart, Wohnfläche und Baujahr ab. Zwei gleich große Grundstücke in München können daher sehr unterschiedliche Grundsteuer auslösen. Maßgeblich ist immer der Bescheid des Finanzamts, nicht eine Schätzung.
Wer zahlt die Grundsteuer?
Schuldner ist die Eigentümerin oder der Eigentümer. Bei vermieteten Wohnungen darf die Grundsteuer jedoch als Teil der Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden (§ 2 BetrKV) — sie taucht dann in der jährlichen Nebenkostenabrechnung auf. Der Hebesatz von München wirkt sich damit indirekt auch auf die Wohnkosten von Mietern aus.
Einordnung des Hebesatzes
Die Grundsteuer-B-Hebesätze in Deutschland reichen von rund 80 % bis über 1.000 %. Mit 824 % liegt München klar im oberen Bereich.
Zum Vergleich innerhalb von Bayern: Der Durchschnitt der 13 hier erfassten Gemeinden liegt bei rund 519 % — München liegt damit 305 Prozentpunkte darüber (Rang 1 von 13, Rang 1 = höchster Hebesatz).
Ähnlich große Städte im Vergleich — Köln (550 %): bei 200 € Messbetrag sind das jährlich rund 548 € mehr in München; Hamburg (975 %): bei 200 € Messbetrag sind das jährlich rund 302 € weniger in München.
Stand 2026 · Grundsteuerreform 2025. Quelle: Hebesatzsatzung der Gemeinde München.