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Grundsteuer Ingolstadt 2026: Hebesatz B 475 % & Rechner

Grundsteuer-B-Hebesatz in Ingolstadt (Bayern) 2026: 475 % — festgelegt in der Hebesatzsatzung der Stadt.

Stand: Juli 2026 · Daten gepflegt von Tino Dagba

In Ingolstadt (Bayern, 138,000 Einwohner) gilt seit der Grundsteuerreform 2025 ein Grundsteuer-B-Hebesatz von 475 %. Die Grundsteuer B betrifft bebaute und bebaubare Grundstücke und wird jährlich von der Gemeinde Ingolstadt erhoben — den Hebesatz legt der Gemeinderat in der Hebesatzsatzung selbst fest.

So wird die Grundsteuer in Ingolstadt berechnet

Seit 2025 gilt die zweistufige Formel: Grundsteuerwert × Steuermesszahl = Grundsteuermessbetrag, anschließend Grundsteuermessbetrag × Hebesatz = jährliche Grundsteuer. Die Steuermesszahl liegt im Bundesmodell bei rund 0,031 % für Wohngrundstücke; einige Bundesländer nutzen ein eigenes Landesmodell mit abweichenden Werten. Deinen individuellen Grundsteuermessbetrag entnimmst du dem Grundsteuermessbescheid des Finanzamts.

Grundsteuer in Ingolstadt nach Messbetrag

Was der Hebesatz von 475 % bei verschiedenen Messbeträgen jährlich bedeutet — und umgerechnet pro Monat:

Messbetrag Grundsteuer / Jahr pro Monat
50 € 238 € 20 €
100 € 475 € 40 €
200 € 950 € 79 €
400 € 1,900 € 158 €

Im Grundsteuer-Rechner ist der Hebesatz von 475 % bereits voreingestellt — du trägst nur deinen Messbetrag ein. Alle Städte in Bayern im Vergleich: Bundesland-Übersicht Bayern.

Was den Messbetrag bestimmt

Der Grundsteuerwert — und damit der Messbetrag — hängt vor allem von Grundstücksfläche, Bodenrichtwert (Lage), Gebäudeart, Wohnfläche und Baujahr ab. Zwei gleich große Grundstücke in Ingolstadt können daher sehr unterschiedliche Grundsteuer auslösen. Maßgeblich ist immer der Bescheid des Finanzamts, nicht eine Schätzung.

Wer zahlt die Grundsteuer?

Schuldner ist die Eigentümerin oder der Eigentümer. Bei vermieteten Wohnungen darf die Grundsteuer jedoch als Teil der Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden (§ 2 BetrKV) — sie taucht dann in der jährlichen Nebenkostenabrechnung auf. Der Hebesatz von Ingolstadt wirkt sich damit indirekt auch auf die Wohnkosten von Mietern aus.

Einordnung des Hebesatzes

Die Grundsteuer-B-Hebesätze in Deutschland reichen von rund 80 % bis über 1.000 %. Mit 475 % liegt Ingolstadt im mittleren Bereich.

Zum Vergleich innerhalb von Bayern: Der Durchschnitt der 13 hier erfassten Gemeinden liegt bei rund 519 % — Ingolstadt liegt damit 44 Prozentpunkte darunter (Rang 9 von 13, Rang 1 = höchster Hebesatz).

Ähnlich große Städte im Vergleich — Würzburg (510 %): bei 200 € Messbetrag sind das jährlich rund 70 € weniger in Ingolstadt; Ulm (390 %): bei 200 € Messbetrag sind das jährlich rund 170 € mehr in Ingolstadt.

Stand 2026 · Grundsteuerreform 2025. Quelle: Hebesatzsatzung der Gemeinde Ingolstadt.

→ Alle Grundsteuer-Hebesätze im Vergleich ansehen

Quellen & rechtliche Grundlage