Grundsteuer Frankfurt am Main 2026: Hebesatz B 855 % & Rechner
Grundsteuer-B-Hebesatz in Frankfurt am Main (Hessen) 2026: 855 % — festgelegt in der Hebesatzsatzung der Stadt.
Stand: Juli 2026 · Daten gepflegt von Tino Dagba
Frankfurt am Main in Hessen (773,000 Einwohner) erhebt die Grundsteuer B seit der Reform 2025 mit einem Hebesatz von 855 %. Die Grundsteuer B betrifft bebaute und bebaubare Grundstücke und wird jährlich von der Gemeinde Frankfurt am Main erhoben — den Hebesatz legt der Gemeinderat in der Hebesatzsatzung selbst fest.
So wird die Grundsteuer in Frankfurt am Main berechnet
Seit 2025 gilt die zweistufige Formel: Grundsteuerwert × Steuermesszahl = Grundsteuermessbetrag, anschließend Grundsteuermessbetrag × Hebesatz = jährliche Grundsteuer. Die Steuermesszahl liegt im Bundesmodell bei rund 0,031 % für Wohngrundstücke; einige Bundesländer nutzen ein eigenes Landesmodell mit abweichenden Werten. Deinen individuellen Grundsteuermessbetrag entnimmst du dem Grundsteuermessbescheid des Finanzamts.
Grundsteuer in Frankfurt am Main nach Messbetrag
Was der Hebesatz von 855 % bei verschiedenen Messbeträgen jährlich bedeutet — und umgerechnet pro Monat:
| Messbetrag | Grundsteuer / Jahr | pro Monat |
|---|---|---|
| 50 € | 428 € | 36 € |
| 100 € | 855 € | 71 € |
| 200 € | 1,710 € | 143 € |
| 400 € | 3,420 € | 285 € |
Im Grundsteuer-Rechner ist der Hebesatz von 855 % bereits voreingestellt — du trägst nur deinen Messbetrag ein. Alle Städte in Hessen im Vergleich: Bundesland-Übersicht Hessen.
Was den Messbetrag bestimmt
Der Grundsteuerwert — und damit der Messbetrag — hängt vor allem von Grundstücksfläche, Bodenrichtwert (Lage), Gebäudeart, Wohnfläche und Baujahr ab. Zwei gleich große Grundstücke in Frankfurt am Main können daher sehr unterschiedliche Grundsteuer auslösen. Maßgeblich ist immer der Bescheid des Finanzamts, nicht eine Schätzung.
Wer zahlt die Grundsteuer?
Schuldner ist die Eigentümerin oder der Eigentümer. Bei vermieteten Wohnungen darf die Grundsteuer jedoch als Teil der Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden (§ 2 BetrKV) — sie taucht dann in der jährlichen Nebenkostenabrechnung auf. Der Hebesatz von Frankfurt am Main wirkt sich damit indirekt auch auf die Wohnkosten von Mietern aus.
Einordnung des Hebesatzes
Die Grundsteuer-B-Hebesätze in Deutschland reichen von rund 80 % bis über 1.000 %. Mit 855 % liegt Frankfurt am Main klar im oberen Bereich.
Zum Vergleich innerhalb von Hessen: Der Durchschnitt der 8 hier erfassten Gemeinden liegt bei rund 814 % — Frankfurt am Main liegt damit 41 Prozentpunkte darüber (Rang 5 von 8, Rang 1 = höchster Hebesatz).
Ähnlich große Städte im Vergleich — Stuttgart (160 %): bei 200 € Messbetrag sind das jährlich rund 1,390 € mehr in Frankfurt am Main; Düsseldorf (374 %): bei 200 € Messbetrag sind das jährlich rund 962 € mehr in Frankfurt am Main.
Stand 2026 · Grundsteuerreform 2025. Quelle: Hebesatzsatzung der Gemeinde Frankfurt am Main.