Grundsteuer Bonn 2026: Hebesatz B 680 % & Rechner
Grundsteuer-B-Hebesatz in Bonn (Nordrhein-Westfalen) 2026: 680 % — festgelegt in der Hebesatzsatzung der Stadt.
Stand: Juli 2026 · Daten gepflegt von Tino Dagba
In Bonn (Nordrhein-Westfalen, 330,000 Einwohner) gilt seit der Grundsteuerreform 2025 ein Grundsteuer-B-Hebesatz von 680 %. Die Grundsteuer B betrifft bebaute und bebaubare Grundstücke und wird jährlich von der Gemeinde Bonn erhoben — den Hebesatz legt der Gemeinderat in der Hebesatzsatzung selbst fest.
Hinweis für Bonn: 2026 gilt ein einheitlicher Grundsteuer-B-Hebesatz von 680 % für Wohn- und Nichtwohngrundstücke, rückwirkend ab 1. Januar 2026. Grundlage sind die amtliche Hebesatzsatzung 2026 und die Bekanntgabe der Stadt Bonn.
So wird die Grundsteuer in Bonn berechnet
Seit 2025 gilt die zweistufige Formel: Grundsteuerwert × Steuermesszahl = Grundsteuermessbetrag, anschließend Grundsteuermessbetrag × Hebesatz = jährliche Grundsteuer. Die Steuermesszahl liegt im Bundesmodell bei rund 0,031 % für Wohngrundstücke; einige Bundesländer nutzen ein eigenes Landesmodell mit abweichenden Werten. Deinen individuellen Grundsteuermessbetrag entnimmst du dem Grundsteuermessbescheid des Finanzamts.
Grundsteuer in Bonn nach Messbetrag
Was der Hebesatz von 680 % bei verschiedenen Messbeträgen jährlich bedeutet — und umgerechnet pro Monat:
| Messbetrag | Grundsteuer / Jahr | pro Monat |
|---|---|---|
| 50 € | 340 € | 28 € |
| 100 € | 680 € | 57 € |
| 200 € | 1,360 € | 113 € |
| 400 € | 2,720 € | 227 € |
Im Grundsteuer-Rechner ist der Hebesatz von 680 % bereits voreingestellt — du trägst nur deinen Messbetrag ein. Alle Städte in Nordrhein-Westfalen im Vergleich: Bundesland-Übersicht Nordrhein-Westfalen.
Was den Messbetrag bestimmt
Der Grundsteuerwert — und damit der Messbetrag — hängt vor allem von Grundstücksfläche, Bodenrichtwert (Lage), Gebäudeart, Wohnfläche und Baujahr ab. Zwei gleich große Grundstücke in Bonn können daher sehr unterschiedliche Grundsteuer auslösen. Maßgeblich ist immer der Bescheid des Finanzamts, nicht eine Schätzung.
Wer zahlt die Grundsteuer?
Schuldner ist die Eigentümerin oder der Eigentümer. Bei vermieteten Wohnungen darf die Grundsteuer jedoch als Teil der Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden (§ 2 BetrKV) — sie taucht dann in der jährlichen Nebenkostenabrechnung auf. Der Hebesatz von Bonn wirkt sich damit indirekt auch auf die Wohnkosten von Mietern aus.
Einordnung des Hebesatzes
Die Grundsteuer-B-Hebesätze in Deutschland reichen von rund 80 % bis über 1.000 %. Mit 680 % liegt Bonn im überdurchschnittlichen Bereich.
Zum Vergleich innerhalb von Nordrhein-Westfalen: Der Durchschnitt der 26 hier erfassten Gemeinden liegt bei rund 751 % — Bonn liegt damit 71 Prozentpunkte darunter (Rang 17 von 26, Rang 1 = höchster Hebesatz).
Ähnlich große Städte im Vergleich — Bielefeld (765 %): bei 200 € Messbetrag sind das jährlich rund 170 € weniger in Bonn; Münster (492 %): bei 200 € Messbetrag sind das jährlich rund 376 € mehr in Bonn.
Stand 2026 · Grundsteuerreform 2025. Quelle: Hebesatzsatzung der Gemeinde Bonn.